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Wirtschaft will mehr Klimaschutz

Pressemitteilung von
Entrepreneurs For Future, 21.05.2019

Berlin, 21. Mai 2019

1.000 Unternehmen unterzeichnen Klima-Forderungskatalog

Im Vorfeld des globalen Klimastreiks der Fridays For Future-Bewegung am 24. Mai fordern mehr als 1.000 Unternehmen der innovativen Wirtschaft von der Politik eine ambitioniertere Klimapolitik. Die sich in Anlehnung an die Jugendproteste „Entrepreneurs For Future“ genannte Initiative fordert unter anderem klimapolitische Planungssicherheit sowie eine wirksame und ansteigende CO2-Bepreisung.

 

Die #EntrepreneursForFuture stehen für über 100.000 Arbeitsplätze und mehr als 20 Mrd. EUR Jahresumsatz. Die Vielfalt der unterzeichnenden Unternehmen zeigt, wie breit heute Klimaschutz in der Wirtschaft verankert ist. Neben klassischen Großunternehmen wie Remondis oder Veolia gehören auch namhafte Mittelständler wie Werner & Mertz, HiPP, badenova AG oder wpd AG zu den Unterzeichnern. Aber auch zahlreiche „hidden champions“ aus Branchen wie Maschinenbau (elobau GmbH) oder IT-Infrastruktur (Paessler AG) sind dabei, ebenso wie die stark vertretene Startup-Szene.

 

Mit der Initiative wollen die Unternehmen die Aufmerksamkeit für existierende nachhaltige Technologien und Lösungen schaffen sowie ein gesamtgesellschaftliches Umdenken und Verantwortung für eine nachhaltige Wirtschaft anstoßen. Die Besonderheit der Initiative ist, dass die Unterzeichnenden aus den verschiedensten Branchen kommen. Für nachhaltige Energie­unternehmen und Mobilitätsdienstleister ist Klimaschutz ebenso elementar wie für Biobetriebe und Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft.

 

„Um zukunftsfähige Arbeits­plätze zu schaffen und zu sichern, ist die konsequente und schnelle Einführung erneuerbarer Energien, einer ökologischen Landwirtschaft, einer Kreislaufwirtschaft und einer neuen Mobilität unverzichtbar“, stellt Roland Schüren, selbstständiger Bäckermeister aus Hilden (250 Mitarbeitende) und E-Mobilitätspionier fest.

 

Die innovative Wirtschaft setzt auf CO2-Bepreisung. Dazu erklärt Thomas Jorberg, Vorstands-sprecher GLS Gemeinschaftsbank eG: „Eine CO2-Abgabe beginnend mit 40 Euro/t. ist die notwendige Leitplanke auf dem Weg in die CO2-Neutralität. Sie wird in Europa jährlich über 180 Mrd. Euro an Investitionen in neue Technologien freisetzen, Millionen von Arbeitsplätzen schaffen und die globale Wettbewerbsfähigkeit unter den Rahmenbedingungen des Pariser Klimaabkommens sichern.“

 

„Klimaschutz ist weniger eine Belastung für die deutsche Wirtschaft als eine Chance für unsere globale Wettbewerbsfähigkeit“ ist auch Martina Rauch, Geschäftsführerin Unternehmens-kommunikation Veolia Deutschland GmbH, überzeugt. Die Stellungnahme der Entrepreneurs For Future fordert die Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch Fest- und Durchsetzung von Rücknahme-, Recycling-, Wiederverwertungsquoten. Rauch weiter: „Kreislaufwirtschaft ist ein Schlüssel für den Schutz von Ressourcen und Klima. Um die Ressourcenwende zu beschleunigen, braucht es mehr politische Anreize z.B. für den Einsatz von Rezyklaten.“

 

Dr. Tim Meyer, Vorstand NATURSTROM AG, erläutert die Forderungen zur Beschleunigung der Energiewende: „Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Deutschland unterstützen die Fridays For Future und deren Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg. Denn die gegenwärtige Lethargie in der Energiepolitik hilft weder dem Klima noch der Wirtschaft. Dabei bietet die Energie-wende beides: enorme Chancen für den Klimaschutz und unseren Wirtschaftsstandort. Im Gegensatz zur Bundesregierung haben das weite Teile der Wirtschaft längst begriffen.“

 

Start-ups denken heute Klimaschutz heute von Anfang an mit. Einer von ihnen ist Alex Melzer, Gründer/ CEO ZOLAR GmbH: „Technisch ist eine Energiewende zu 100 Prozent Erneuerbare Energien längst kein Problem mehr. Wirtschaftlich und schnell kann sie nur erfolgen, wenn es faire Rahmen-bedingungen gibt, die externe Kosten wie CO2 Verschmutzung konsequent in den Endverbraucher-preis einpreisen.“ Und Christian Kroll, Gründer/ CEO Ecosia GmbH ergänzt: „Eine CO2-Bepreisung schadet nicht der Wirtschaft, sondern sorgt einfach dafür, dass alle für ihre Ressourcennutzung bezahlen. Tausende Entrepreneurs For Future nutzen von Anfang an 100 Prozent Erneuerbare für den Betrieb von Servern oder Maschinen. Wir zahlen damit mehr für Energie, um die Umwelt zu schonen. Eine Bepreisung sorgt also für Kostenwahrheit.“

 

Die Unternehmensinitiative fordert auch eine Mobilitätswende mit Fokus auf effizienter Ausnutzung der Verkehrsmittel, öffentlichem Verkehr, geteilten Verkehrsmitteln, Kerosinsteuer sowie CO2-freie Antriebssysteme. Dazu Bruno Ginnuth, Gründer/ CEO CleverShuttle, GHT Mobility GmbH: „Die Zeit der Sonntagsreden ist vorbei. Wollen wir mit der Forderung einer lebenswerten, gesünderen und schöneren Stadt wirklich ernst machen, bedarf es einer gemeinsamen Initiative. Die Unterstützung von Entrepreneurs For Future ist für CleverShuttle keine Wahl, sondern Pflicht.“

 

Die unterzeichnenden Unternehmen wenden sich nicht nur mit ihren Forderungen an die Bundesregierung, sondern setzen bis 2025 auch ambitionierte Klimaschutzversprechen in ihren jeweiligen Betrieben um.

Pressemitteilung 21.5.2019 zum Download als PDF-Datei (225 kb)

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Pressekontakt: presse©entrepreneursforfuture.de

Dr. Katharina Reuter, UnternehmensGrün, 0178-4481991

David Wortmann, Eco Innovation Alliance, 0170-8304724

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Pressemitteilung von
Entrepreneurs For Future, 28.03.2019

Berlin, 28. März 2019

Mehr als 300 Unternehmen starten #EntrepreneursForFuture, um Klima- und Umweltschutz schneller voranzutreiben

Um die weltweit streikenden Schüler_innen und Studierenden zu unterstützen, hat die Initiative #EntrepreneursForFuture“ eine Stellungnahme mit dem Titel „FridaysForFuture sind dringender Weckruf – Wirtschaft will endlich mehr Klimaschutz umsetzen“ veröffentlicht.Seit dem Start der Initiative am 22.3.2019 haben schon mehr als 300 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen der Wirtschaft die Stellungnahme unterzeichnet. Darunter u.a. vilisto GmbH, Milk the sun, Manomama, Ihr Bäcker Schüren, Zolar GmbH, badenova AG & Co. KG, CleverShuttle, wpd AG, REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG, Tomorrow Bank, Ecosia, Hannoversche Kassen, Triodos Bank, Shift GmbH, Polarstern Energie und goood mobile. Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihren Geschäftsmodellen, Innovationen und Leistungen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, sind eingeladen, den Aufruf online zu unterstützen.

 

„Wenn wir jetzt handeln, ist eine geregelte Dekarbonisierung der Wirtschaft möglich. Nur dann können wir die Klimakrise noch steuern und unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten“, appelliert Sina Trinkwalder, Unternehmerin und Zukunftsaktivistin aus Augsburg. „Dafür streiken die Kinder und Jugendlichen von FridaysForFuture, denen unsere volle Unterstützung gilt.“

 

Mit der Initiative wollen die Unternehmen die Aufmerksamkeit für existierende nachhaltige Technologien und Lösungen schaffen sowie ein gesamtgesellschaftliches Umdenken und Verantwortung für eine nachhaltige Wirtschaft anstoßen. Die Besonderheit der Initiative ist, dass die Unterzeichnenden aus den verschiedensten Branchen kommen. Für nachhaltige Energie­unternehmen und Mobilitätsdienstleister ist Klimaschutz ebenso elementar wie für Biobetriebe und Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft.

 

„Um zukunftsfähige Arbeits­plätze zu schaffen und zu sichern, ist die konsequente und schnelle Einführung erneuerbarer Energien, einer ökologischen Landwirtschaft, einer Kreislaufwirtschaft und einer neuen Mobilität unverzichtbar“, stellt Roland Schüren, selbstständiger Bäckermeister aus Hilden (250 Mitarbeitende) und E-Mobilitätspionier fest.

 

Zudem sehen die Unternehmen die Politik in der Pflicht, die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. „Die Staaten der Weltgemeinschaft haben sich völker­rechtlich verbindlich dazu verpflichtet, die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten. Als unterzeichnendes Unternehmen stehen wir hinter dem Pariser Klima­­schutz­abkommen“, so Alex Melzer, Gründer der Zolar GmbH, einem schnell wachsenden Start-Up für Solaranlagen in Berlin.

 

„Die jungen Menschen von FridaysForFuturerütteln uns wach: Wir rasen in einem enormen Tempo auf eine Klimakrise zu, auch weil die Gesetze und Vorgaben der aktuellen Politik nicht ausreichen“, so Dr. Katharina Reuter von UnternehmensGrün, eine der Initiatorinnen der Initiative. „Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass die technologische Entwicklung sehr schnell voranschreitet, die Möglich­keiten für den Klimaschutz enorm und die Kosten immens gesunken sind,“ betont Mit-Initiator David Wortmann, Unternehmer und Gründer der Eco Innovation Alliance. Doch derzeit schützen politische Rahmenbedingungen Geschäftsmodelle und Industrien der Vergangenheit – umweltfreundlichen Technologien bleibt ein fairer Marktzugang versperrt.

 

Die Stellungnahme #EntrepreneursForFuture formuliert acht Forderungen:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren.
  2. Beschleunigung der Energiewende durch schnellenKohleausstieg, Umsetzung einer 100% Erneuerbaren Energien Strategie, Verankerung von Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen und ambitioniertem Gebäude­energiegesetz.
  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025.
  4. Mobilitätswende mit Fokus auf effizienter Ausnutzung der Verkehrsmittel, öffentlichem Verkehr, geteilten Verkehrsmitteln, Kerosinsteuer sowie CO2-freie Antriebssysteme.
  5. Agrar- und Ernährungswende mit Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen Landwirtschaft und Subventionen, die in Einklang mit den Klimaschutzzielen stehen.
  6. Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch Fest- und Durchsetzung von Rücknahme-, Recycling-, Wieder­verwertungs­quoten.
  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups, die innovative Lösungen für die Steuerung/der Klimakrise realisieren.
  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht.

Über #EntrepreneursForFuture:

Wir sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die heute schon Klimaschutz voranbringen bzw. sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaft mit innovativen Produkten, Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen einen schnelleren Klimaschutz voranbringt. Unsere Initiator_innen sind: UnternehmensGrün (Koordination), SEND, BÖLW, vsf, Eco Innovation Alliance und AöL. Weitere Unterstützer_innen sind der Bundesverband Carsharing, der Bundesverband Deutsche Startups, The Beam und forum Nachhaltig Wirtschaften (Liste wird fortlaufend aktualisiert).

 

Pressekontakt: presse©entrepreneursforfuture.de

Dr. Katharina Reuter, UnternehmensGrün, 0178-4481991

David Wortmann, Eco Innovation Alliance, 0170-8304724

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